Seit Jahresbeginn ist das neue Pflegestärkungsgesetz in Kraft, in dem die Pflegestufen von den neuen fünf Pflegegraden abgelöst werden. Eine konkrete Beratung für den Einzelfall ist beim Barßeler Pflegedienst möglich.

Barßel/ Der Begriff der Pflegebedürftigkeit wurde mit dem Jahresbeginn neu definiert. „Die Bedürftigkeit eines Menschen orientiert sich dann nicht mehr an einem in Minuten gemessenen Hilfebedarf, sondern allein daran, wie stark seine Selbstständigkeit beeinträchtigt ist“, betont Petra Paulke, Fachberaterin im Sozial- und Gesundheitswesen vom Barßeler Pflegedienst. Der medizinische Dienst der Krankenkasssen ermittelt künftig nach sechs Kriterien inwieweit Fähigkeiten zur Alltagsbewältigung noch vorhanden sind. „Besonders berücksichtigt wird die Mobilität. Kann sich jemand innerhalb seines Wohnbereichs noch allein fortbewegen, allein aufstehen?“, erklärt Paulke weiter. Weitere Aspekte sind die kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten und damit auch die Orientierung über Zeit und Ort. Gesondert betrachtet werden psychische Probleme wie Unruhe in der Nacht, aber auch Ängste und Agressionen. „Der größte Anteil in der Bewertung wird ab jetzt im Bereich der Selbstversorgung gesehen. Alltägliche Handgriffe wie Ankleiden, Toilettengang, Waschen sowie Essen und Trinken fallen in diesen Bereich. „Mit 20 Prozent in der Bewertung wird der Umgang mit Medikamenten gewichtet. Immer mit der Frage danach wie weit sich jemand noch selbst versorgen kann“, erläutert Paulke. Die Gestaltung des Alltagslebens und das Pflegen sozialer Kontakte wird ebenfalls betrachtet.
Eine weitere, besonders positive Entwicklung, sieht Petra Paulke in der Tatsache, dass Pflegebedürftige mit Demenz immer automatisch einen Pflegegrad höher eingestuft werden.
Wichtig ist auch, dass Pflegebedürftige, die bisher schon eine Einstufung erhielten, nicht neu eingestuft werden müssen, sondern automatisch, ohne neue Begutachtung, einen entsprechenden Pflegegrad erhalten.
„Erwähnenswert ist auch, dass für zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen monatlich 125 Euro von der Kasse abgerufen werden können“, freut sich Paulke. In ihrem Alltag erlebt sie wie notwendig die Auszeit für die  Angehörigen bei der Pflege ist. „Den Angehörigen wird so ermöglicht einmal Pause zu machen und für sich selbst zu sorgen, ohne schlechtem Gewissen“, so die Fachberaterin Paulke.
Weil das Pflegestärkungsgesetz einen höheren Personalaufwand mit sich bringt, werden beim Barßeler Pflegedienst examinierte Pflegefachkräfte gesucht. „Bei allem bürokratischem Aufwand stehen vor allem unsere Patienten gleichermaßen wie ihre pflegenden Angehörigen im Mittelpunkt. Um allen Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden, suchen wir Verstärkung für unser Team“, erklärt Petra Paulke.